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Die Gratgrundverschiebung findet dann Anwendung wenn bei einem Walmdach unterschiedlich geneigte Dachflächen aufeinander treffen.

 

In einem gleichgeneigten Walmdach liegen die Abratungen zu gleichen Teilen in jeder Dachfläche bzw der Grat / Kehle mittig.

Würde man im oberen Beispiel des ungleich geneigten Walmdach auch Abgratungen zu beiden Seiten gleichmäßig verteilen bzw den Grat / Kehle mittig setzen, dann erhält  eine lange Abgratung und eine kurze Abgratung. Das ist für den Abbund nicht optimal.

Um diese ungleichen Abgratungshöhen anzugleichen bedient man sich der Gratgrundverschiebung.
Auf geht´s:
Als erstes zeichnen wir uns im Rechten Winkel zur Grat / Kehllinie eine Hilfslinie

Auf der Hilfslinie zeichen wir einmal nach links und rechts die volle Gratsparrenbreite an. In diesem Fall bei einem 12/26cm Gratsparren, jeweils 12 cm in beide Richtungen.

Die Grundlinien Grund 1 und Grund 2 werden mittels parallelverschiebung nach innen verschoben bis die verschobene Linie die eweils gegenüberliegende „12“ erreicht.

Jetzt ergeben sich Schnittpunkte der jeweils parallelverschobenen Linien am gegenüberligenden Grund. Die parallel verschobene Linie Grund 1 schneidet den Grund 2 und anders herum genau so. Diese Schnittpunkte sind die neuen Positionen der Außenkante des Grat- bzw Kehlsparren. Die Gratlinie liegt jetzt nicht mehr mittig.

Damit man das neue Profil darstellen kann wird jetzt das Sparrenprofil erzeugt und das Verstreichmaß ermittelt.

In meinem Fall möchte ich nicht auf dem Kopf zeichnen, also erstelle ich das Profil oberhalb des Grundrisses.

Jetzt können wir das neue Gratprofil oben anhand der ermittelten Werte in der Gratverschiebung eintragen

Somit haben wir das neue Gratprofil ermittelt.

Das war die zeichnerische Ermittlung.  Nachfolgend die Rechnerische Ermittlung (coming soon)